
Der Radikale Konstruktivismus
"Die Wirklichkeit wird von uns nicht gefunden, sondern erfunden. Die Erkenntnis einer absoluten Wahrheit ist deshalb nicht möglich. Es gibt keine objektive Wirklichkeit, denn wir erfinden unsere Realität über unsere subjektiven Wahrnehmungen." (Kernaussage des Radikalen Konstruktivismus nach Heinz v. Foerster)
Die Idee des Konstruktivismus besteht schon lange. Schon Demokrit (5. Jhdt. v. Chr.) meinte: "... dass wir nicht erkennen können, wie in Wirklichkeit ein jedes Ding beschaffen oder nicht beschaffen ist."
Platon hat die Wirklichkeit der Dinge in seinem Höhlengleichnis veranschaulicht.
Der Radikale Konstruktivismus, begründet durch Ernst Glasersfeld (Philosoph) und Heinz v. Foerster (Physiker), ist eine Erkenntnistheorie. Die Kernaussage besagt, dass eine Wahrnehmung niemals ein Abbild der Realität liefert, sondern immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen und Gedächtnisleistung eines Individuums ist. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenem (konstruiertem) Bild und Realität nicht möglich. Ausnahmslos jede Wahrnehmung ist subjektiv.
Demnach macht sich jeder seine eigene Wahrheit! Jeder ist für seine Wahrnehmung, seine Wahrheit und seine Wirklichkeit allein und selbst verantwortlich!
(Foto: freedigitalphotos.net)
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